Zahnarzt Frankfurt

 

 

Sollte die Kinderzahnpflege mit dem ersten Zahn beginnen?

Mit der Zahnpflege kann man gar nicht früh genug anfangen. Deshalb sollten Eltern beim Erscheinen des ersten Milchzahns bei ihrem Nachwuchs mit dem Putzen beginnen. Meist  nehmen  bereits Kleinkinder über die Nahrung Zuckerarten auf, die Karies verursachen können. Die ersten Zahnbürsten sollten einen kleinen Kopf und sehr weiche Bürsten haben.

Am besten wird das Kind an eine feste Routine mit morgendlichem und abendlichem Zähneputzen gewöhnt, damit der Vorgang schnell zu einem selbstverständlichen Teil des Tagesablaufs wird. Dabei sollte der Gebrauch der Zahnbürste zunächst spielerisch erfolgen, etwa indem Vater oder Mutter eine Geschichte erzählen oder ein Lied vorsingen. Das Kind kann beispielsweise auf dem Wickeltisch liegen oder auf dem Schoß sitzen, so dass Blickkontakt und Nähe ihm Sicherheit geben. Auf diese Weise entwickelt sich ein Rhythmus in der Kinderzahnpflege wird zu einem akzeptierten Ritual.

Ab welchem Alter können Kinder ihre Zähne selbst putzen?

Mit zunehmendem Alter werden die Kleinen selbstständiger und wollen irgendwann auch die Zähne selbst putzen. Meist bleibt es aber bei einem unsystematischen Hin und Her und Auf und Ab. Für eine ausreichende Kinderzahnpflege ist das natürlich nicht genug, sodassdie Eltern nachhelfen müssen.

Ab einem Alter von etwa drei Jahren können Eltern dann versuchen, dem Kind die so genannte KAI-Methode beizubringen:

  • Kauflächen mit Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen putzen
  • Außenflächen kreisförmig säubern
  • Innenflächen mit senkrecht geführter Bürste reinigen

Der gesamte Vorgang sollte etwa drei Minuten dauern und selbstverständlich in Anwesenheit eines Elternteil stattfinden. Denn bis die motorischen Fähigkeiten vollständig ausgereift sind, um sich richtig die Zähne zu putzen, , dauert es bis ins Grundschulalter. Dann kann das das Kind auch flüssig mit der Hand schreiben. Damit die Kinder die Zeit einhalten können, sollten die Eltern eine kleine Sanduhr besorgen. Denn diese Uhr können auch sie in ihrem Alter schon lesen.

Vorsicht ist bei der Verwendung von elektrischen Zahnbürsten geboten. Sie entfernen Beläge zwar gründlicher, aber manche Kinder drücken beim Putzen sehr stark auf, sodass sie eventuell ihr Zahnfleisch verletzen.
 

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Welche Zahncreme ist die richtige für die Kinderzahnpflege?

Für die allerersten Versuche sollte lediglich Wasser benutzt werden. So gewöhnt sich  das Kind an den ungewohnten mechanischen Vorgang in seinem Mund, bevor ein geschmackliches Erlebnis hinzukommt. Bei der Frage nach der richtigen Zahnpasta scheiden sich die Geister der Experten. Manche Zahn- und Kinderärzte empfehlen eine Creme mit Fluorid, manche hingegen eine ohne Fluorid unter Zugabe von Fluorid-Tabletten.

Neue Erkenntnisse hingegen zeigen, dass ein direktes Auftragen des Fluorids die Zähne am besten schützt. Allerdings gibt es auch Bedenken, dass die Kinder die Zahnpasta schlucken. Kleine Mengen sind jedoch vollkommen unschädlich. Als Kompromiss kann man zu Beginn einmal am Tag mit einem erbsengroßen Stück Zahncreme und einmal ohne zu putzen. Für die Kinderzahnpflege zwischen drei und sechs Jahren gibt es spezielle Cremes, deren Fluoridanteil bei 0,5 Milligramm pro Gramm Zahnpasta liegen sollte.

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Wann sollte der erste Zahnarztbesuch erfolgen?

Als Richtwert für den ersten Arztbesuch empfehlen Kinderzahnärzte das Erscheinen des ersten Zähnchens, spätestens aber die Zeit um den ersten Geburtstag. Kinder können sich dann einen ersten Eindruck von einer Praxis verschaffen, während der Arzt den Eltern nützliche Tipps zur allgemeinen Mundhygiene und speziell zum Gebrauch von Schnuller und Trinkflasche gibt. Er klärt auch alle Fragen über den Nutzen und Anwendung von Fluorid.

Die nächsten Besuche sind sinnvoll, wenn die Backenzähne herauskommen (also etwa mit eineinhalb Jahren) und später, wenn das Milchzahngebiss vollständig ausgebildet ist. Anschließend sollte das Kind an einen halbjährlichen Rhythmus gewöhnt werden. So kann der Nachwuchs ein Vertrauensverhältnis zu seinem Zahnarzt aufbauen.  Außerdem lassen sich mögliche Probleme frühzeitig erkennen und behandeln.

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Sollen Kinder bereits Zahnseide benutzen?

In einem Punkt unterscheidet sich die Kinderzahnpflege nicht von der Zahnpflege Erwachsener: Die Zahnbürste erreicht nur etwa 60 Prozent der Zahnflächen. Speisereste lagern sich aber besonders in den Zahnzwischenräumen ab, wo sie eine ideale Brutstätte für Kariesbakterien bilden. Deshalb sollten auch Kinder bereits Zahnseide benutzen, nachdem ihr Milchgebiss ausgewachsen ist. Da ihre Zahnzwischenräume in der Regel enger sind als bei Erwachsenen, empfiehlt sich eine einfädige Seide. Selbstverständlich benötigen sie bei der Anwendung noch die Unterstützung der Eltern. Die richtige Technik kann der Zahnarzt bei einem der regelmäßigen Besuche vorführen.

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