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Zahnarzt Frankfurt

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Was ist eine Parodontitis?

Unter Parodontitis (auch bekannt als Parodontose) versteht man die Erkrankung des Zahnhalteapparats. Zum Zahnhalteapparat gehören vor allem das Zahnfleisch und der Kieferknochen. Parodontitis wird fast immer durch Bakterien ausgelöst. Diese befinden sich in Zahnbelägen (sogenannte „Plaque“). Die Zahnbeläge sammeln sich zwischen Zahn und Zahnfleisch an und sorgen dort für eine Entzündung des Zahnfleisches, siehe Bild 1. Diese ist in der Regel schmerzfrei. Sie kann sich äußern durch Zahnfleischbluten. Sobald Beläge am Zahn haften, wandern sie von dort aus in die Tiefe und bilden sogenannte Zahnfleischtaschen, Bild 2 und 3. Auch dies ist in der Regel schmerzfrei. Über Wochen, Monate und Jahre führen die Beläge dazu, dass sich das Zahnfleisch und schließlich auch der Kieferknochen zurückziehen und abbauen, siehe Bild 4. Wird der Prozess nicht unterbrochen, werden die Zähne schließlich locker und fallen aus.

 

Parodontitis wirkt sich zudem ungünstig auf die Gesundheit des gesamten Körpers aus! Sie erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sorgt bei Diabetikern für eine erschwerte Einstellung der Blutzuckerwerte (siehe dazu Kapitel Zähne und Diabetes) und erhöht bei Schwangeren das Risiko für eine Frühgeburt (siehe dazu Kapitel Schwangerschaft und Zähne).

 

Vom Zahnstein bis zum Zahnverlust

Wie kann man das Vorliegen einer Parodontitis feststellen?

 

Die Parodontitis ist tückisch, da sie normalerweise keine Schmerzen verursacht und deshalb den Betroffenen meist nicht auffällt. Sie findet häufig erst dann Beachtung, wenn einzelne Zähne locker werden oder ausfallen. Häufig sehen sich Zahnärzte mit den Worten der Patienten konfrontiert: „Ich habe ein Leben lang gute Zähne gehabt und dann plötzlich sind innerhalb kurzer Zeit mehrere verloren gegangen.“ In Wirklichkeit hat die Parodontitis aber schon über mehrere Jahre ihr Unwesen getrieben. Sie ist eben nur nicht aufgefallen. Typische Zeichen für eine Parodontitis im Anfangsstadium sind rötliches und bei Reizung leicht blutendes Zahnfleisch sowie ein Rückgang des Zahnfleisches. Eine Parodontitis ist in vielen Fällen verbunden mit Mundgeruch. Meist merken die Betroffenen das allerdings nicht. Gesundes Zahnfleisch weist eine blassrosa Farbe auf, ist fest, nicht verschiebbar und blutet weder beim Berühren noch beim Zähneputzen. Genau feststellen, ob und in welchem Stadium eine Parodontitis eventuell vorliegt, kann nur der Zahnarzt.

Wie kann eine Parodontitis vermieden werden?

Da die Parodontitis in fast allen Fällen durch Beläge auf den Zähnen ausgelöst wird, kann sie auch durch deren Entfernung vermieden werden. Dazu ist eine gründliche häusliche Zahnpflege erforderlich sowie zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt (bei freiliegenden Zahnhälsen und Vorliegen einer Parodontitis viermal jährlich).

Untersuchungen haben gezeigt, dass Patienten, die regelmäßig eine Grundreinigung beim Zahnarzt durchführen lassen, seltener an einer Parodontitis erkranken, als diejenigen, die nur zu Hause putzen.

 

Auf die Reinigung der Zahnzwischenräume muss bei der Zahnpflege besonders Wert gelegt werden. Die Zahnzwischenräume werden mit zunehmendem Alter größer und dann häufig bei der Zahnreinigung vernachlässigt. Ideal dafür sind Zahnzwischenraumbürstchen. Auch die regelmäßige Anwendung einer Mundspüllösung kann sich anbieten.

Parodontitis-Behandlung bei AllDent

Wenn eine Parodontitis vorliegt, muss dringend eine Parodontalbehandlung erfolgen. Die bei einer Parodontitis vorliegenden Zahnfleischtaschen und die sich darin befindenden Beläge lassen sich allein durch die häusliche Zahnpflege nicht mehr entfernen. Nach der Anfertigung von Röntgenbildern und der Einschätzung des Erkrankungsstadiums erfolgt eine Parodontitisbehandlung immer mindestens in diesen Schritten:

1. Vorbehandlung / intensives Mundhygieneprogramm

Der gesamte Mundraum wird gründlichst von Zahnbelägen und Zahnstein befreit. Alte und undichte Versorgungen werden ausgetauscht. Erforderlich ist eine sehr gute Mitarbeit des Patienten. Im Rahmen der Vorbehandlung sind wiederholte professionelle Zahnreinigungen erforderlich sowie die regelmäßige Auswertung des Zwischenzustandes. Nur wenn die Vorbehandlung und die Zusammenarbeit zwischen Patient und Zahnarzt ideal sind, werden die Kosten für eine Parodontitisbehandlung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

2. Reinigung der Zahnfleischtaschen (Kürettage)

Mit sogenannten Scalern und Küretten werden aus den Zahnfleischtaschen sämtliche Bakterien und Beläge eliminiert. Wenn alle Zahnfleischtaschen gesäubert sind, regenerieren sich das Zahnfleisch und der Zahnhalteapparat. In diesem Stadium empfiehlt sich die zusätzliche Grundreinigung mit einem Laser. Diese sorgt für eine noch bessere Bakterienentfernung und eine schnellere Wundheilung.

3. Gegebenenfalls weitere Maßnahmen

In einigen Fällen sind der Knochen oder das Zahnfleisch bereits so geschädigt, dass eine normale Reinigung und Reduzierung der Zahnfleischtaschen nicht ausreichen, um die Funktionsfähigkeit des Zahnhalteapparats wieder herzustellen. In diesen Fällen müssen durch besondere Maßnahmen das Zahnfleisch und der Knochen wiederhergestellt bzw. deren Regeneration aktiv gefördert werden.

4. Nachsorge

 

Die Regeneration hält nur an und ein Rückfall kann nur vermieden werden, wenn in Folge Zähne und Zahnfleisch immer wieder gründlich gesäubert werden, sowohl täglich zu Hause als auch durch regelmäßige professionelle Zahnreinigungen beim Zahnarzt. Der Zustand muss im Rahmen von Kontrolluntersuchungen regelmäßig vom Zahnarzt kontrolliert werden.

Unklare Begriffe?

Finden Sie eine Erklärung in unserem  Fachbegriffs-Lexikon.